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X-Doors restaurieren, - (m)eine Leidensgeschichte

Verfasst: 20. Sep 2026, 12:28
von Sonny Burnett
So Zusammen,

da das Projekt endlich abgeschlossen ist, mal etwas dokumentiert das Ganze.
Im August 2025 konnte ich zu einem fairen Kurs einen Satz X-Doors kaufen, zweimal in Sand, zweimal in Camouflage.

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Als erstes wurden die Scheibenrahmen entfernt, um die Scheiben selbst nicht zu beschädigen, danach die Scheiben
aus den Rahmen ausgebaut, Glas und Scheibengummis gereinigt, Scheiben in Luftpolsterfolie verpackt und auf Seite
geräumt. Vorsicht beim reinigen, keine scharfen Gegenstände verwenden! Die Außenseite ist zwar Glas, die Innenseite
allerdings Makrolon (Kunststoff), der empfindlich auf Klingen etc. reagiert.

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An allen Türen wurden dann sämtliche Bauteile entfernt, die angeschraubt waren, wie die Türbänder, die Türgriffe,
die Schlossmechanik etc., nur die genieteten Teile wurden gelassen. Bei Bedarf wurden einzelne Nieten ersetzt.

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Ist man soweit, kann mit dem schleifen der Türblätter begonnen werden, bei den Originalen X-Doors sieht man oft die
Struktur im GFK, wie auch hier sehr gut zu erkennen.

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Beim schleifen stellt sich dann auch deutlich heraus wo man mit etwas Spachtelmasse ran muss, da die Türen ja doch
oft extremen Bedingungen ausgesetzt waren und eher mit wenig "Liebe" behandelt wurden. Nächster Arbeitsschritt,
spachteln und verschleifen:

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Vor dem lackieren der Grundfarbe Grün (2K-Lack von Militärlacke.de) klebt man alles ab, was nicht lackiert werden soll.
In meinem Fall die "Bürstendichtungen" um die Fensterrahmen und die eigentlichen Türdichtungen.

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Ich hatte mich Anfang September 2025 entschieden nur die Teilbereiche der Türen in der Grundfarbe Grün zu lackieren,
die später auch Grün bleiben sollten. Das hat sich aber als eher ungeeignet erwiesen. Heute, mit jetzigem Wissen würde
ich sie gleich einmal komplett durchlackieren. Damals dachte ich das ich von der teuren Farbe sparen könnte.
Die bereits geschliffenen Scheibenrahmen wurden ebenfalls komplett in Grün lackiert.

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Da wir dann für längere Zeit im Urlaub waren und erst um den 20.10. zurückgekommen sind, endete die Restauration für
2025 an dieser Stelle. Im Oktober war es einfach schon zu kalt zum lackieren, da ich ja alles in der Garage gemacht habe.
Über den Winter hatte ich dann irgendwann mal die lackierten Scheibenrahmen ausgegraben und die Scheiben wieder
eingesetzt, arbeiten die man auch gut mal im Wohnzimmer machen kann.

2026 war bisher ein sehr Arbeitsreiches Jahr für mich, andere Hobbys hat man(n) auch noch, - es wurde August 2026 bis
ich die abgedeckten Türen wieder angefasst habe. Begonnen habe ich damit sämtliche Kleinteile zu schleifen um
sie zum lackieren vorzubereiten. Vor allem bei den Schlossträgern peinlichst darauf achten evtl. Fett zu entfernen.
Dann wurden die Türblätter komplett grün, die Kleinteile ebenfalls, sowie die gekauften abschließbaren Türgriffe.

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Montage der "Kleinteile": vor dem weiteren lackieren und zum anpassen der Türen ans Fahrzeug wurden die Schlossträger,
die Türgriffe und die Türbänder vormontiert. Die Türgriffe bekamen von Innen einen "Verstärkungsrahmen" aus Edelstahl, zu
sehen auf dem Foto mit den Kleinteilen. Sämtlich Schrauben wurden gegen solche aus Edelstahl ersetzt, ebenfalls alle in der
Ausführung Torx TR (wobei TR für Tamper Resistant steht, also halbwegs sabotagesicher).

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Am Fahrzeug wurden die Haltebügel der Softdoors gegen die Türbolzen der X-Doors ersetzt.

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Dann konnten die Türen zum ersten mal eingehängt werden. Hier hat sich gezeigt das die obere Schraube der Fahrzeugseitigen Türbänder an denen der Tür schleift. Setzt man die Schrauben ohne Unterlegscheibe ein, passt es.

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Nachdem die Türen über die Türbänder ausgerichtet wurden, so das die Abstände rundherum nahezu alle gleich waren, hat sich gezeigt das auch die C-Säule etwas angepasst werden muss. Das ausrichten der Türen macht man am besten ohne Verdeck, so ist der Linienverlauf klarer erkennbar.

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Als Vorbereitung zum weiteren lackieren werden die Fenster mit Pappe verschlossen (man will ja nicht ins Fahrzeug sprühen) und dann kann man sich langsam mit dem Musterplan auseinander setzen.

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Wer sich nicht zutraut das Muster frei Hand zu lackieren, kann es mit einem gelben oder grünen Aquarell-Buntstift anzeichnen. (zu erkennen an dem "Pinsel") Dieser ist Wasserlöslich und lässt sich überlackieren, im Gegensatz zu Blei- oder Buntstiften enthält er keinerlei Fette oder ähnliches. Auch Kreide ist eher ungeeignet zum anzeichnen / überlackieren.

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Lackiert habe ich wie gesagt mit den 2K-Lacken von Militärlacke.de, was bei Grün tadellos funktioniert hat, bei Braun und Schwarz leider nicht. Die Dosen haben immer wieder völlig unkontrolliert und ohne Vorwarnung große Tropfen ausgesprüht. Das Problem, sie laufen (Nasenbildung) und glänzen nach dem trocknen. Versuche sie abzutupfen oder mit einem Pinsel vorsichtig zu beseitigen scheiterten.

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Also abtrocknen lassen & schleifen. Die Idee das ganze mit den angeblich gleichfarbigen 1K-Lacken nachzulackieren (diese Dosen kann man angefangen lagern) ging leider auch in die Hose. Das Grün ist nach dem abtrocknen etwas heller als das 2K, das Braun deutlich dunkler. Hier auf dem Foto noch ganz frisch.

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Es blieb mir also nichts anderes übrig die entsprechenden Bereiche, Hauptsächlich die vordere Beifahrertür nochmals zu schleifen und einmal neu zu lackieren, - alle drei Farben! Lackiert wird übrigens immer zuerst die Grundfarbe Grün, dann Braun und zum Schluss die Farbe Schwarz. Letztendlich, alles gut, denke das Ergebnis (hier mit bereits montierten Scheiben) kann sich sehen lassen.

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Apropos Scheiben, sollte Euch jemals jemand Scheiben anbieten mit dem originalen Aufkleber auf der Innenseite (Makrolon),
lehnt das bloß ab! Die gehen sowas von Sche... runter wenn die mal 30Jahre alt sind!

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Was mir da noch einfällt, für alle die es interessiert, - der Materialverbrauch:

- 16 Dosen 2K Grün
- 5 Dosen 2K Schwarz
- 4 Dosen 2K Braun

Die Türen & alle Anbauteile wurden ja einmal komplett in Grün lackiert, bevor dann das Camouflage lackiert wurde.

P.S.
Die Pasta-Soße bitte ignorieren.

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Ende der Leidensgeschichte.